Hot Tub in da Club – Party Arty // On the Beat // eNtR berlin

PARTY ARTY vol.40
a night of vibes from different tribes
fused and hosted by Yaneq

14.3. 2013 – 22 Uhr
@ Prince Charles
Prinzenstraße 85F
10969 Berlin

MUSIK

T.RAUMSCHMIERE (Shitkatapult)
live: Festplatten-Recycling by RE-SPULE. (a.k.a Thomas Mahmoud)
DJ B. SIDE
GAUCHO
MATTHIAS WECK (Clubsandwich, FluxFM)

KUNST

44FLAVOURS (installation)
DANIEL CHLUBA (wellnessskulPtur)
HEINER FRANZEN (video)

SPOKEN WORD

MATTHIAS BECKMANN
THOMAS DRASCHAN
CLAUDIUS HAGEMEISTER
MARIO MENTRUP aka DER WEISSE HAI IST GUT
MANFRED PECKL
YANEQ

Prinzenstrasse 85F (Moritzplatz U8), 10969 Berlin, Germany

Yaneq erzählt von angetrunkenen und bekifften Geschäftsmännern, die dennoch Haltung bewahren und davon wie ihm selbst bei einer Begegnung mit Staatsbeamten der Beweisführung ein Schnippchen schlagen konnte.

Sein wir ehrlich: Wer in Berlin Auto fährt, tut das auch, wenn er mal betrunken ist. Zumindest derjenige Teil Berliner, der sich zur Clubszene zählt und Auto fährt. Natürlich gibt es solche und solche Alk-Fahrer. Jeden zweiten Tag liest man in der BZ von irgendeinem Hohenschönhausener Raser, der einen Fahrradfahrer umgenietet hat. Was ich davon halte, kann man in der letzten Yaneqdote lesen.
Ich kenne aber auch einen erfolgreichen Geschäftsmann, der seine schwarze Limousine nach Einbruch der Dunkelheit grundsätzlich angetrunken und bekifft manövriert und ich kann eine gewisse unvernünftige Bewunderung nicht leugnen. Die Bewunderung liegt auch in dem Umstand begründet, dass dieser Mann seine Agentur, mit immerhin um die 30 Mitarbeitern, bekifft führt, jeden Morgen sein erstes Horn raucht und jeden Abend trinkt, ohne zu vergessen, was er wem gesagt hat und was wer ihm gesagt hat. Ich bewundere also eigentlich seine Konzentrationsfähigkeit und auf diese kommt es an, will man unverletzt und ohne jemanden anders zu verletzen betrunken durch den Verkehr manövrieren.

Fast genauso wichtig, wie keinen zu verletzen, ist es von der Polizei nicht erwischt zu werden. Denn das ist unangenehm und teuer. Ich habe vor vielen Jahren mal vier Freunde in einem kleinen Peugeot nach Hause gefahren. Ich hatte auf unserem Freestyle-Cypher in der Greifswalderstraße vielleicht fünf Cola-Rum, zwei Bier und drei Sekt getrunken, an den wandernden Joints gezogen und am Ende des Abends, so um 5, 6 Uhr verkündet: »Ich fahr euch alle nach Hause!«
Wir hielten auf dem Weg noch an einer Currybude am Mehringdamm, an der inzwischen mehr Kamerateams von RTL2 drehen, um das authentische Berlin zu zeigen, als dass da Wurstesser stehen. Aber damals noch nicht. Doch als wir dort ankamen war gerade die eine Stunde am Morgen, in der der Laden zu hat und putzt. Egal, wir aßen Falafel um die Ecke und als ich wieder anfuhr, habe ich wohl vergessen, das Licht anzumachen. Keine 500 Meter später stoppte uns ein Streifenwagen in der Bergmannstraße.
»Steigen Sie mal bitte aus«, sagte die Polizistin.
»Ja, klar«, sagte ich und reichte ihr den Führerschein.
»Nein, Sie sollen aussteigen.«
»Ach, so, ja klar.« Ich gab ihr meinen Personalausweis.

Währenddessen zischte mein Kumpel auf dem Beifahrersitz immer wieder: »Darf ich, ich liiiebe Marihuana sagen – darf ich’s sagen?«, denn ich hatte kurz zuvor die Story von Fatih aus Köln erzählt, der mit seinen Kollegen auf irgendeiner Polizeiwache nach Drogen durchsucht und befragt worden war. »Haben Sie BTM dabei?« »BTM?« »Betäubungsmittel.« »Betäubungsmittel?«. Fatih stellte sich blöd. »Na, Drogen? Haben Sie Drogen dabei?« »Was für Drogen denn?« Fatih war die reine Unschuld. »Na, Extacy, Kokain, MDMA«, fing der Polizist an aufzuzählen, »Speed, Marihuana…«, als ihn Fatih jäh unterbrach. »Marihuana? Klar hab ich das genommen. Ich liiiebe Marihuana! Hier, ich hab noch was«, und er kramte in seiner Hosentasche, um ein, zwei Gramm hervorzuholen. »Dat könn’se haben! Isch bin eh discht!« Der Polizist war total perplex. Und Fatih durfte die Wache keine fünf Minuten später als freier Mann verlassen.
»Darf ich, ich liiiebe Marihuana sagen – darf ich’s sagen?«
»Nein, halt’s Maul«, zischte ich zurück.
»Nein, nicht den Personalausweis. Sie sollen jetzt mal bitte aussteigen!«
»Ach, so, ja klar.« Ich kletterte aus dem Auto.
Die Polizistin musterte mich kritisch.
»Fassen Sie sich mal mit dem Finger an die Nase!«
Problemlos tat ich wie mir geheißen.
»Laufen Sie mal bitte hier auf der Linie gerade aus. Ja, gut. Jetzt umdrehen! Und zurück!«
Auch das Laufen gelang mir ohne Stolpern oder Eiern.
»Sie haben ganz rote Augen. Haben Sie gekifft?«
»Nein, nein, ich bin ein bisschen erkältet.«
»Haben Sie was getrunken?«
»Och joa«, sagte ich. »Ein Bier, aber am frühen Abend, das ist lange her.« Ich dachte ein bisschen Wahrheit sei besser als eine starke Lüge. Weit gefehlt.
»Dann müssen Sie jetzt mal bitte blasen.«
Jetzt sprang mein Kumpel – ein Mensch von breiter Statur und hoch gewachsen – um mir beizustehen wie eine Naturgewalt aus dem Wagen. »Was heißt hier Blasen? Der macht jaar nischt! Mein Vater ist Anwalt!« Das war zwar nett und solidarisch von ihm, doch in keinster Weise konstruktiv.
»Alter, ist gut, setz dich wieder rein!«

Die Polizistin wirkte dankbar erleichtert. Sie gab mir ihr Messgerät, in das ich nun blasen musste und ich überlegte fieberhaft, wie die Situation noch zu retten sei. Wenn ich jetzt da rein puste, geben meine Lungenkapillaren den Alkohol der ganzen Cola-Rums und Biere und des Sekts wieder frei. Mir fiel ein, dass Trompeter, Saxophonspieler, die ganzen Bläser halt zuerst aus dem Mund, dann aus dem Nasen- und Halsbereich und zuallerletzt aus den Lungen blasen, dass sie sogar zirkular atmen können. Ich probierte es notgedrungen und untrainiert aus, pustete in diesen grauen Kasten, der wie diese Kinder-Pust-Klaviere aussah, pustete lang und anhaltend, während die Kiste einen Dauerpiepton von sich gab und die Polizistin mich mit »Blasen, blasen« hochengagiert anfeuerte, pustete und pustete. Und was ich soll ich sagen? 0,02 Promille!
Ich weiß, das ist nichts worauf man als Erwachsener stolz sein sollte. Aber es ist doch schwer, es nicht ein kleines bisschen zu sein. Niemand wurde verletzt. Meine Leute kamen alle sicher nach Hause. Und die BZ hatte nichts zu vermelden. Höchstens vielleicht aus Hohenschönhausen.

Schaut auch hier unter: http://www.hhv-mag.com/de/feature/4077/yaneqdoten-drinking-driving

Das SCHAU FENSTER zeigt

Chrstian Awe

Il-Jin Choi

Chrsitoph Krönke

Nathan Menglesis

Stohead

auf der BLOOOM:

http://www.blooom.de/blooom

vom 31.10. bis zum 4.11.2012

im Staatenhaus am Rheinpark, Auenweg 17, 50679 Köln


29.9.2012

GRETCHEN
Obentrautstraße 19-21
Berlin – Krzbrg

MUSIK live:

Emma Heartbeat
(bass music band from essen)

Frogg
(Louise Mills, Luke 4000, Mo Delgado)

MUSIK dj:

Sarah Farina
(WeBoogie & Through My Speakers)

That Fucking Sara
(rap, disco, ol school electro and some italo disco)
Kay Boogie
(Subotage)

Ms. Freshfluke
(Jam fm)

KUNST

skulptur:
Ekaterina Mitichkina

tanzperformance:
QITC ( Quiet In The Corner)
(franka marlene foth und laura bächer)

mixed media:
SHOXXX

POETINNEN

Marion Hütter zeigt Ausschnitte aus ihrem Film „Dichter und Kämpfer“
Sarah Bosetti
Josefine Berkholz
Arezu Weitholz

und andere mehr!

EINIGE DER BESTEN POETRY SLAMMER TREFFEN SICH ZU EINER WORTGALA VOM FEINSTEN, REICHEN SICH DAS MIKRO , HAUEN TEXTE RAUS UND ALLES SCHÖN AUF DIE OHREN!

SOLO POETRY SHOWS, POETRY SLAMS, ELECTRONIC POETRY & OPEN MIKES.

DIE POETEN UND POETINNEN BEHERRSCHEN SIE, DIE KUNST DER VERBALEN DATENKOMPRESSION. EINE WILDE MISCHUNG AUS PERFORMANCE UND POESIE, AUS PUREM SCHERZ UND REINER WAHRHEIT, AUS FEUCHTEN DICHTERHÄNDEN UND HEISS GEKLATSCHTEN PUBLIKUMSTATZEN. POESIE ALS SCHLAGABTAUSCH. POPMUSIK AUS WORTEN.TEXTFEUERWERKE! DASS DIE SACHE SO BELIEBT IST, LIEGT WOHL DARAN, DASS ALLE OFFEN SIND UND IMMER WIEDER ÜBERRASCHEN: ALLE WISSEN WIE DER HASE LÄUFT, ABER NIE, WOHIN

TIMETABLE:

FR. 7.9. POETRY SALOON IM ART VILLAGE 2012

16.00h | Poetry Slam Stars |Patrick Salmen & Andy Strauß
16.30h | Lyrical Dynamite |Bas Boettcher und Dalibor
17.30h | Yaneq [Party Arty Diktator] mit Yanekdoten
18.30h | POETRY SLAM VOM FEINSTEN mit Patrik Salmen, Björn Hoegsdal, Sarah Bosetti, Daniel Hoth, Andy Strauß, | Josefine Berkholz, Sebastian Lehmann, Sebastian 23, Frank Klötgen. MCs: Felix Römer und Ken.Yamamoto.&nbsp
21.00h | Poetry goes Electronic |Beatpoeten
22.00h | Aftershow mit DJ Psycho Jones DJ|SPECIAL DECO ART PERFORMANCE BY PSYCHO JONES!!!

SA. 8.9. POETRY SALOON IM ART VILLAGE 2012

14.30h | Poetry Slam [SLAMMER WELCOME]
15.30h | Poetry International |Bohdan Piasecki (PL/GB – engl.), Mieze Medusa (Ö), Frank Langmack (Dk)
16.30h | Trio Inferno |Sebastian Lehmann & Björn Hoegsdal & Frank Klötgen
17.30h | LMBN |Slam und Lesebühnen Raddau aus Dortmund. Mit Sebas.23, Andy Strauß, Sulaiman Masomi & Gästen)
18.30h | Poetry Slam Stars |Lars Ruppel und Felix Römer
19.30h | SPREE VOM WEIZEN |Slam & Lesebühnen Radau aus Berlin! Mit Ken Yamamoto, Frank Klötgen, | Wolf Hogekamp & Gästen.
20.30h | Poetry und Electronic: Klon 23, Broca Areal und Beatpoeten
21.30h | dichter und dichter vs. borderlines |Andreas Schwarz, Thomas Götz von Aust, Stefan Gilles und Blankow Fiktschen
22.30h | Aftershow mit DJ Steve Morell (Palemusic)

|SPECIAL DECO ART PERFORMANCE BY PSYCHO JONES!!!

Natulis Art Temporary präsenitert Garage Art:
Anfang August schrieben wir, Anna Jil Lüpertz, Thomas Eller, James Guerin und ich, die Kuratoren des Projektes GARAGE ART folgendes Stipendium aus: 9 ostige Doppelgaragen für 3 Wochen an jeweils eineN KünstlerIn zu vergeben! Die beste Garage wird am 30.8. von uns 4en und dem Kunsthistoriker Marc Gisbourne gekürt und mit 1000 € prämiert.
Die teilnehemdnen Künstler sind:
Daniel Chluba – Berlin
Amir Guberstein – Tel Aviv
Konrad Knieling / Olga von Wahl –Berlin
Saana Inari Lähteenmäki – Helsinki
Anton Unai – Barcelona
Cheikna NDiaye – Dakar, Lyon
Anne Patsch – Pittsburgh USA
Chika Takabayashi – Japan
Anna-Maria Sommer – Berlin
Hoffest und Besichtigung der Garagen ab 17 Uhr.
In der Scharnhorststraße 32, Berlin-Mitte
Musikalisch:
Bonsai Kitten – live & unplugged
DJ B.Side
und Poetry von Felix Römer

»Fahrradhelme stinken

und sehn scheiße aus

sie verschandeln jedes Stadtbild

Fahr-Rad-Helme Raus!!!«,

schrie ich Mitte der Neunziger voller Innbrunst ins Mikrofon unserer Hardcore-Band und unser kleines, aber lautstarkes Publikum antwortete mir voller Überzeugung: »Rauuuss!«

Dem jüngeren Leser sei erwähnt, dass Helme für Fahrradfahrer erst seit dieser Zeit ihren Eingang ins Stadtbild fanden und Radfahrer zuvor niemals Helme, sondern höchsten elegante, kleine Schirmmützen trugen – wenn überhaupt. Die Fahrer der Tour de France widersetzten sich noch lange dem Druck von oben, der ihnen letztendlich doch den Helm auf die Rübe zwang. Und natürlich trägt auch heute noch kein vernünftiger Mensch diese aus billigem Plastik gegossene Unzierde zu Schau; nur Trekkingsandalenträger und Kinder tun so etwas.

Trotzdem fordern Auto fahrende Populisten allenthalben immer wieder eine Helmpflicht, mutmaßlich um ihre eigene Verantwortung im Unfallsfall abzumildern. Es ist anzunehmen, dass dies die gleichen Leute sind, die vor Jahren aus vermeintlichen Gesundheitsschutzgründen zwar das Rauchverbot in Klubs und Kneipen forderten, aber immer noch der grenzwertigen deutschen Autoindustrie das Recht zusprechen, Auspuffrohre auf die Höhe von Kinderwagen zu hängen, damit die SUVs beim Anfahren an der Ampel unseren Nachwuchs mit karzinomen Abgasen vollblasen – 20 Liter, brrrröhm! Ich habe etliche Jahre meines Lebens in den verrauchtesten Spelunken nicht nur dieser Republik verbracht und habe nie jemanden tot umfallen sehen. Die ersten Gaskammern der Nazis hingegen wurden effektiv mit Dieselmotoren deutscher Automobilhersteller betrieben. Soviel zur ethischen Integrität der Auto fahrenden Helmpflichtforderer.

Mein Vater fuhr selber Auto. Aber irgendwie hatte er etwas gegen rote BMWs. Alles Verbrecher! Das fand ich natürlich ungerecht und diskriminierend und so hatten wir jedes Mal, wenn ein roter BMW an uns vorbeirauschte eine pubertäre Gerechtigkeitsdebatte.

Neulich hatte meine Freundin einen Unfall. Sie fuhr kurz hinter mir, ich überholte gerade einen an der Haltestelle stehenden Bus, als ein von hinten kommender, hupender und trotzdem beschleunigender, roter BMW sie absichtlich anfuhr und dann mit quietschenden Reifen mich überholend das Weite suchte.

»Du Hurensohn«, rief ich ihm hinterher, obwohl ich gar nichts gegen seine Mutter hatte. Den fahrerflüchtenden BMW-Fahrer meinte ich ja. Ich merkte mir seine Nummer, auch der Busfahrer tat das. Ich lief zu meiner Freundin, sowie ein knappes Dutzend ebenso geschockter Zeugen. Meine Freundin musste vier Tage lang ins Krankenhaus. Gehirnerschütterung. Wenn sie sich jetzt einen Helm holt, verstehe ich das. Ich rudere also ein bisschen zurück und werde toleranter gegenüber Helmträgern. Und toleranter gegenüber meinem Vater. Er hatte ja so was von Recht! Die Fahrer von roten BMWs sind samt und sonders Verbrecher! Primitive, übermotorisierte Rowdys.

In den letzten Monaten war wieder öfters vom Konflikt Radfahrer und Autofahrer zu lesen. Die Städte bleiben gleich groß, werden aber voller: Mehr Räder und mehr Autos. Der Bundesminister für Verkehr, ein Bayer mit dem in diesem Kontext vielsagenden Namen Rammsauer schlug sich erwartungsgemäß auf die Seite der Autoindustrie, die immerhin seine Partei, die CSU jedes Jahr mit Millionenbeträgen fördert. Da ist Loyalität zum Brotgeber gefragt. So pöbelte Rammsauer – wunderbare Name, ich schreibe ihn noch mal aus: Ramm-Sau-Er – von »Kampfradlern«, womit er, das sei allen des bayrischen nicht mächtigen hier erklärt, aggressive Velofahrer meinte. Der Minister, in dessen Verantwortungsbereich auch die knapp 400 im letzten Jahr tödlich verunglückten Fahrradfahrer auf bundesdeutschen Straßen fallen, beschimpft und verhöhnt diese also auch noch postum in mundartlichem Idiom! Kein Wort über die Autofahrer, die die Fahrradfahrer umgenietet haben. Nein, »Kampfradler san’s des!« Da kann einem doch schon die Hutschnur platzen, beziehungsweise der Helm springen. Ramm-Sau-Er, der BMW-Typ für Abwrackprämie und Pendlerpauschale, dieser ehr- und ethiklose Sack!

Die Helmpflicht für Radfahrer ist wie eine mittelalterliche Strafe. Sie ist der Pranger und die Halsgeige der Autogesellschaft. Sie dient der Lächerlichmachung und Stigmatisierung des anderen, des Schwächeren Teilnehmers im Straßenverkehr.

Nein, Helmpflicht kann nicht die Lösung sein! Ich will Radwege ohne Schlaglöcher und zwar asphaltiert, ungepflastert! Welcher Autolobbyist ist eigentlich auf die zynische Idee gekommen Fahrradwege zu pflastern, aber Straßen schön glatt zu asphaltieren, obwohl die Autos doch die viel dickeren Reifen haben? Was für ein mieser Witz ist das denn? Ich will, dass die Städte in eine große Tempo-30-Zone verwandelt werden. Und dass Autos keine 20 Liter beim Anfahren verbrauchen! Und dass die dreckigen Mercedes-Taxis, die beim Anfahren schwarze Rußwolken ausstoßen, die Kinder am Straßenrand und die Fahrradfahrer gezwungen sind einzuatmen, abgewrackt werden. Und dass Ramm-Sau-Er und die anderen moralisch-kaputten Autolobbyisten abgewrackt werden. Verdammt, das will ich!

Ja, mein Lied brüllte ich mit jugendlichem Überschwang. Deshalb möchte ich jetzt, erwachsen und gereift mit dem versöhnlichen Refrain schließen:

»Fahrradhelme stinken

aber Autos auch

sie verschandeln jedes Stadtbild

Helm und Autos raus!«

Logan’s Run – Fahrradhelme raus!

Am 16. August startet im FluxBau eine Doppelausstellung, und ihr seid eingeladen, zur Eröffnung vorbeizukommen. Die Videokünstlerin Anina Brisolla stellt zusammen mit Maike Gräf aus, deren (gern auch mal etwas obszöne) Skulpturen dem Einen oder Anderen ebenfalls bekannt vorkommen dürften. Vernissage ab 18h, die Künstlerinnen sind anwesend.
Die Ausstellung läuft mindestens einen Monat.
Fluxbau, Pfuelstr. 5, Spreehof Kreuzberg
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Anina Brisollas Videokunst könnte man auch als digitale Malerei und Collage beschreiben. Ihren großformatig angelegten Arbeiten geht eine intensive Recherche voraus, in der sie das Bildmaterial ihres Sujets zusammenträgt, das sie im zweiten Teil des Arbeitsprozesses am Computer collagiert, durch malerische Szenen und Komponenten ergänzt und schließlich animiert.
Rigoros und kompromisslos und trotzdem voller Liebe sind die Skulpturen von Maike Gräf. Auf den ersten Blick erinnern sie an eine Mischung aus Futurismus, Dubuffet oder Picasso. Die Formen werden gebrochen, die Figuren in einzelne Facetten unterteilt.

Some great things that have changed our lives came from garages:

- Hewlett-Packard’s garage in Silicon Valley
- Garage bands from the Sixties to Iggy Pop
- Bill’s Microsoft garage
- Galleries in New York’s Chelsea district
- Bakhmetevsky Bus Garage ???

Now there is garage art in Berlin:

FREE STUDIO SPACE

From August 8 to 30, 2012 Natulis Art Temporary offers nine free studios for artists in Berlin’s Scharnhorststraße 32. Located in close vicinity of Hamburger Bahnhof and right behind Invalidenpark. Natulis provides free temporary studio space to ambitious and energetic artists seeking a community of like-minded people in a unique and experimental environment.

TERMS

Sizes range from 44 to 55 m2 of raw studio space (old GDR-style garages). The successful applicant will be able to use the studio space free of charge, but „as is“. There are no fees for utilities and the garages can be returned in any state imaginable.

TOPICS

Ephemeral, time sensitive art at tremendous growth rates will be favored. The buildings will go afterwards- so be creative.

OPEN STUDIOS

At the end of August we will host a weekend of open studios and invite the general public as well as an arts audience of curators and critics.

PRIZE

The Natulis Group pledges a € 1000 prize for the best studio presentation during this weekend.

JURY

N.N., Thomas Eller, James Guerin, Jan Kage, Anna Jill Lüpertz

PARTY ARTY

On August 30 Yaneq will issue invites to a major celebratory event with fun and food, bands and beers, DJs and performances.

APPLICATION

Please send your application (PDF with CV, portfolio of 7 artworks max and a proposal for the space) to:

info@natberlin.com

DEADLINE: July 20, 2012